

Am Mittwoch war ich in der Galerie Claudia Groeflin. Um Zürich besser kennezulernen bin ich zu Fuss gelaufen…und diesmal hatte ich Verstärkung dabei. Eine Freundin aus London (die Blonde mit der zu grossen Brille) und aus München. Der in dem Froschkostüm hat ne Wette verloren und musste für eine Stunde damit rumlaufen (wollte aber leider nicht mitkommen). Wir haben davor natürlich nicht auf die Karte geschaut und deswegen etwa eine Stunde vom Paradeplatz zur Dienserstrasse gebraucht (viel lustiger als genau zu wissen wo man langgehen muss!!). Der Weg dorthin war auch recht amüsant. Hat man nämlich die Brücke überquert, ist man in einer anderen Welt. Vorbei an den Stripclubs und Zuhältern und anderen lowlifes (ich weiss, dass ich scheisse bin), die aus einem alten Mercedes oder getuneden BMW aussteigen…und was sehen wir da: die Flamingo Bar (und wenn ihr die jetzt kennt, dann schämt euch, weil ich weiss genau was ihr dort gemacht/geholt habt). Fotos von den Leuten konnte ich leider nicht mache. Also ich habs probiert, aber mir ist eine nachgelaufen und dann hab ich schon ein bisschen Angst bekommen. Ich mein bald ist ja Weihnachten UND mein Geburtstag und ich lass mir die Geschenke doch nicht entgehen…
Nachdem ich zweimal an der Nummer 12 vorbeigelaufen bin, weil kein Schild, bin ich endlich auf die schlaue Idee gekommen in den Hinterhof zu gehen. Gefunden und drinnen! Dort wurde ich von einem Hund verfolgt (sehr gut erzogen), der mich bei dem Gang von Bild zu Bild wenigstens etwas unterhalten hat (Sitz, Platz, Tot).
Zur Musik, unter anderem von Justice, hab ich jedes Bild von Fabian Chiquet ganz genau begutachtet. Ich kenne seine Band nicht (bin ja auch nicht von hier), aber wahrscheinlich ist seine Musik besser als seine Kunst. Der Gedanke dahinter ist nicht schlecht! Der Gedamke dahinter: tHEMEN WIE kALKULIERBARKEIT IN DER pOPINDUSTRIE, VORGETÄUSCHTE sPONTANEITÄT UND DIE fRAGE NACH aUTHENTIZITÄT!! Doch die Umsetzung könnte vielleicht etwas präziser sein. Sogar ohne meine Brille konnte ich die Klebspuren erkennen und verwischte Farbe bei der Schrift.
Auch die Sprüche waren ja ganz nett, aber irgendwie zu viel. Und manchmal schienen sie grammatikalisch – ok ich mach auch echt viele Rechtschreibfehler - nicht ganz richtig zu sein (oder war das gewollt?), wie bei dem von The Killers. Das kann natürlich auch Absicht gewesen sein hmm naja. Dann gab es noch ein Video von Chris Crocker. Ich mag Elektro…Es wird eine Bühneninszenierung gezeigt. Der Ausdruck von Macht und Ruhm soll dabei festgehalten werden. Vielleicht mag ich das Video noch am liebsten. Trotzdem hat man gemerkt, dass er sich schon Mühe gegeben hat…ausserdem bin ich ja auch keine Kunstkritikerin…
UND: Da er der Künstler noch so jung ist (1985 geboren) glaube ich, dass er sich in den nächsten Jahren noch verbessern wird. Und sonst bleibt ihm auf jeden Fall die Musik!










Heute haben meine Freundinnen und ich beschlossen einmal etwas sinnvolles zu tun. Da wir schon mehrmals im Kunsthaus Zürich waren und die gängigen Gallerien auch schon kennen, haben wir uns entschlossen in das Migros Museum für Gegenwartskunst in der Limmatstrasse zu gehen. Dabei habe ich festgestellt, dass Zürich doch grösser ist, als ich bis jetzt angenommen habe und es nicht nur aus Bahnhofstrasse und Uni besteht! Wir sind also die ganze Strecke zu Fuss gelaufen und irgendwie kamen mir manche Strassen bekannt vor, bis ich bemerkte, dass ich hier doch schon einmal gewesen bin, jedoch meistens etwas angetrunken und dann gleich aus dem Taxi und sofort in den Club hinein.
Öffnungszeiten zu checken, bevor wir uns auf die weite Reise gemacht haben. Aber zum Glück waren wir nur eine halbe Stunde zu früh da und – anstatt zurückzufahren und aufzugeben, wie es eine meiner Freundinnen vorgeschlagen hatte – sind ein bisschen durch das Haus gelaufen. Dabei hatten wir auch gleich die Gelegenheit uns die Gallerien anzuschauen.
Daraufhin folgten Sätze wie “So ein Sch…, was ist denn daran Kunst” oder “das könnte ich auch”. Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass ich absolut keine Ahnung hatte, was der Künstler damit bezwecken/sagen will. Das ist schon sehr traurig, da ich ja Kunstgeschichte studiere, aber ehrlich gesagt denke ich mir selbst oft “Oh Gott, was soll das denn jetzt schon wieder”.
Minuten bis das Museum aufmacht), haben wir an der Wand und in der Ecke zwei Sachen gesehen, die, wären sie in einer Gallerie, vielleicht ebenfalls als Kunst durchgehen würden?! Das war einmal ein Abflussrohr mit einem grün angemalten Verschluss und eine Lampe, die ich so ähnlich wirklich schon mal davor im Museum gesehen habe.
Naja, wir haben die Zeit fast rumbekommen und wollten aufs Dach gehen (wie ihr seht war uns wirklich langweilig), was aber leider abgeschlossen war. Uns blieb nur der Blick aus dem Fenster, wo ich etwas sehr cooles entdeckt habe. Und zwar eine bunte Leuchtschrift, die auf dem Dach montiert ist. In Regenbogenfarben steht geschrieben: Love Invents Us.
Und weil ich bunte Buchstaben mag und schlaue Sätze, fand ich das, was ich auf dem Dach gesehen habe, bis jetzt den Höhepunkt des Museums. Und da ich es ja wissen muss, weil ich Kunstgeschichte studiere, haben sich meine beiden Freundinnen meiner Meinung ohne Wiederrede angeschlossen.
Ich hatte einen neuen Höhepunkt des Tages, als ich die vielen aneinandergereihten Bilder an der Wand gesehen habe
Mein Akku ist leider fast leer, deswegen müsst ihr euch noch etwas gedulden. Aber bald werde ich euch vom Ende unseres Ausfluges berichten!!